Kann man Empathie erlernen?

Empathie ist in aller Munde. Mehr als je zuvor. Aus der reinen zwischenmenschlichen Ebene hat es nun auch in der Geschäfts- und Wirtschaftswelt große Wogen geschlagen. Empathie bedeutet, dass man entweder kognitiv, also auf rationaler Ebene versteht, was das Gegenüber fühlt und warum er wie reagiert oder sogar emotional, intuitiv selbst spüren kann, was das Gegenüber fühlt. Einer der wichtigsten, sogenannten Softskills. Denn auch in der Arbeit und im Teamwork wird offensichtlich: Wer seine Mitmenschen und sich selbst besser versteht, ist erfolgreicher, beliebter und auch effizienter. Weniger Konflikte und mehr Harmonie im Arbeitsleben geben mehr Raum und Energie für die wirklichen Tätigkeiten. Mit Konzepten wie Emotional Leadership wird eine große Wende in der Führungsart eingeläutet. Endlich!

Kann man Empathie erlernen? Die Antwort ist ja. Der erste Schritt ist die eigenen Gefühle, Verhaltensweisen und Denkmuster bewusst wahrzunehmen und zu verstehen. Denn man kann nur das beim Anderen über sogenannte Spiegelneuronen erkennen, was man bei sich selbst erkennt und bewusst erlebt hat. Es geht also darum sich selbst zu spüren. Gerade hier kann Cacao sehr helfen. In Kakaozeremonien, ob allein oder mit anderen, kreieren wir einen Raum indem wir uns ganz bewusst und liebevoll vollkommene Aufmerksamkeit schenken. Cacao hilft uns Vorurteile und Verurteilungen gegenüber uns selbst und der Umwelt loszulassen. Überdies wird die Verbindung zu uns selbst gestärkt. Durch die erhöhte Klarheit und die geschärfte Intuition, die der Cacao mit sich bringt, sind Emotionen und deren Ursprung nun leichter erkennbar. Empathie zu lernen, beginnt somit bei uns selbst mit Selbstwahrnehmung und Selbstliebe.

Mit Empathie einhergehend ist gewaltfrei zu kommunizieren  - also nach Marshall B. Rosenberg (Gewaltfreie Kommunikation) eine wertschätzende und einfühlsame Kommunikation. Nach Rosenberg ist Empathie eine Grundvoraussetzung für eine gelungene Kommunikation, bei der man seine Bedürfnisse ehrlich und klar ausdrückt und seinem Gegenüber aufmerksam zuhört.

 "Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören, um zu verstehen. Wir hören zu, um zu antworten". So ein bekanntes Zitat.
Mit wachsendem Emphatievermögen wächst
auch unser ehrliches Interesse an unserem
Gegenüber. Wir hören dem Anderen zu, weil wir ihn/sie wahrhaftig sehen und verstehen wollen - ein tiefes Bedürfnis in jemand von uns?!

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